Stosswellentherapie für die urologische Schmerztherapie und erektile Dysfunktion

Die Akustische Stosswellentherapie wird in unserer Praxis zur Behandlung der organisch bedingten erektilen Dysfunktion (ED), der Peyronie-Krankheit (IPP, Induratio Penis Plastica) und des chronischen Beckenschmerzsyndroms (CPPS, Chronic Pelvic Pain Syndrome) eingesetzt. Wissenschaftliche Studien haben die Effizienz der fokussierten Stosswelle bei diesen Indikationen belegt.

Erektile Dysfunktion

Die erektile Dysfunktion ist eine weit verbreitete Sexualstörung. Betroffene Männer können über einen längeren Zeitraum hinweg trotz sexueller Erregung keine ausreichende Erektion aufbauen oder erhalten. Erektionsstörungen können die Lebensqualität von Betroffenen und deren Partnern deutlich vermindern.

Ursachen und Therapie 

Die Erkrankung kann sowohl körperliche als auch psychische Ursachen haben. Eine besonders häufige Ursache ist die mangelnde Durchblutung des Penis – die Blutmenge in den Schwellkörpern reicht nicht mehr für eine befriedigende Erektion aus. Man spricht dann von einer vaskulären bzw. gefäßbedingten erektilen Dysfunktion.

Im Rahmen der Therapie kommen oft Medikamente zum Einsatz. Nicht selten erzielen diese jedoch nicht die erwünschte Wirkung. Eine Alternative ist die sogenannte extrakorporale Stoßwellentherapie, kurz ESWT.

erektile dysfunktion

Die Stosswellentherapie bei erektiler Dysfunktion

Seit dem Jahr 2010 wird die extrakorporale Stoßwellentherapie auch zur Behandlung der vaskulären erektilen Dysfunktion eingesetzt. Dabei werden Stoßwellen mit niedrig dosierter Intensität auf verschiedene Punkte im Penis abgegeben. Die Behandlung ist unkompliziert, eine Betäubung nicht notwendig.

Verbesserung der Durchblutung

Die Therapie verursacht einen Reiz im Gewebe, durch den die Bildung neuer Blutgefäße im Schwellkörper stimuliert wird. Dies führt zu einer besseren Durchblutung des Penis, wodurch es zu einer Verbesserung der Erektionsfähigkeit kommen kann. Eine Behandlung dauert in der Regel etwa 15 Minuten. Durchschnittlich sind je nach Schweregrad und Ansprechen auf die Therapie zwischen 6 und 10 Therapiesitzungen erforderlich.

Was sind Stoßwellen?

Stoßwellen sind energiereiche, hörbare Schallwellen. In der Medizin werden sie bereits seit 1980 erfolgreich für die Behandlung zahlreicher Erkrankungen genutzt, zum Beispiel in der Schmerztherapie. Die Stoßwellen werden „extrakorporal“ – also außerhalb des Körpers – erzeugt und dann mit einem Therapiegerät in den Körper geleitet, wo sie ihre Wirkung entfalten. Deshalb bezeichnet man die Methode als „extrakorporale Stoßwellentherapie“. Je nach Anwendungsgebiet kommen hoch dosierte oder niedrig dosierte Stoßwellen zum Einsatz. Ein großer Vorteil dieser innovativen Therapieoption ist es, dass sie weitgehend risiko-, schmerz- und nebenwirkungsfrei ist.

Der erste Schritt zu mehr Lebensqualität

Wenn Sie an einer erektilen Dysfunktion leiden, sind Sie kein Ausnahmefall – Millionen von Männern sind davon betroffen. Die gute Nachricht: Je nach Ursache stehen heute wirksame therapeutische Möglichkeiten zur Verfügung. Herr Dr. Ledermann steht Ihnen gerne für ein Beratungsgespräch zur Seite.

 

Weitere Indikationen:

Peyronie-Krankheit

Die Peyronie-Krankheit (Induratio penis plastica IPP) ist eine Erkrankung des Penis, die oft mit Schmerzen bei der Erektion und einer unnatürlich starken Biegung des Penis verbunden ist. Insbesondere Männer mittleren Alters leiden unter den Folgen dieser Erkrankung, deren Pathogenese bislang ungeklärt ist. Obwohl keine bedrohlichen Folgen zu erwarten sind, resultiert die IPP oftmals in einer erheblichen Einschränkung der Lebensqualität der betroffenen Männer, insbesondere da eine erektile Dysfunktion entstehen kann.

IPP-Symptome

  • Schmerzen im Penis
  • Plaque in der Tunica albuginea
  • Penisdeformation
  • Erektile Dysfunktion

IPP mit Extrakorporalen Stosswellen behandeln

Die durch die IPP entstandenen Vernarbungen lassen sich mit der extrakorporael Stosswellentherapie  gezielt “aufweichen”. Gleichzeitig wird die Schwellkörperknickung gedehnt. Eine Verbesserung ist nach einigen Sitzungen zu erwarten. Die Therapie sollte möglichst früh erfolgen. Begleitend empfehlen wir eine spezifische medikamentöse Therapie.

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Prostatitis (Chronisches Beckenschmerzsyndrom)

»Prostatitis« ist eine der häufigsten ambulanten Diagnosen, die von Urologen gestellt werden. In der überwiegenden Mehrzahl der Patienten handelt es sich nicht um bakterielle Erkrankungen, sondern um eine »chronisch-abakterielle Prostatitis. Das Prostatitissyndrom zeigt sich durch Beschwerden der Prostata und der benachbarten Regionen Damm, After, Enddarm, Hoden und Leistenbeuge. Die Lebensqualität der Betroffenen kann massiv eingeschränkt sein. Der Leidensdruck von Patienten mit chronischer Prostatitis ist oft sehr gross.

Die CPPS Symptome 

  • Schmerzen im Unterbauch, Beckenboden, Gesäss, After, Hoden
  • Blasenbeschwerden (häufiger Harndrang, Miktionsstörungen)
  • Sexuelle Funktionsstörungen (Erektionsstörungen, Libidoverlust)
  • Minderung der Lebensqualität

Stosswellentherapie bei chronischer Prostatitis

Die chronisch abakterielle Prostatitis lässt sich mit der Stosswellentherapie gut behandeln. Die Behandlung ist noch relativ neu. Langzeitergebnisse liegen somit noch keine vor. Die aktuelle Studienlage beurteilt die Stosswellentherapie bei Prostatitis aber positiv. Die Vorteile der ESWT liegen in der Nicht-Invasivität der ambulanten Behandlung, die einfach und problemlos durchzuführen ist. Sie ist schmerzfrei und ohne Nebenwirkungen und kann prinzipiell so oft wie notwendig wiederholt werden. Für die Behandlung ist zudem keine Anästhesie erforderlich.

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